Albrechtstraße (Berlin-Mitte)
Foto: Jörg Zägel
(CC BY-SA 3.0)
Die Albrechtstraße befindet sich im Berliner Stadtteil Mitte und wurde um das Jahr 1827 in der damals neu angelegten Friedrich-Wilhelm-Stadt errichtet. Die Bezeichnung der Straße geht auf Albrecht Prinz von Preußen zurück, einen wichtigen Militärführer des 19. Jahrhunderts.
Ursprünglich war das Gebiet von Wiesen und Morast geprägt. Der Investor Schumann legte die neue Wohnstraße an und wollte damit einem aufstrebenden Stadtteil eine moderne Infrastruktur geben. Die Albrechtstraße entwickelte sich zu einem kulturellen Zentrum, in dem viele Studenten, Künstler und Intellektuelle lebten. Auch während der Revolution 1848 spielte die Straße eine Rolle, als dort eine Barrikade errichtet wurde.
Im Laufe der Jahrzehnte war die Albrechtstraße Schauplatz bedeutender historischer Ereignisse, darunter der Besuch des US-Bürgerrechtlers Martin Luther King im Jahr 1964. Zudem erinnert ein Stolperstein an die deportierte Jüdin Doris Michaelis.
Die Albrechtstraße ist nicht nur eine wichtige Verkehrsader, sie spiegelt auch die städtebauliche Entwicklung Berlins des 19. Jahrhunderts wider und besitzt damit einen hohen historischen und kulturellen Wert.
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