Allee der Kosmonauten (Berlin)

Allee der Kosmonauten (Berlin)
Foto: A.Savin (CC BY-SA 3.0)
Die Allee der Kosmonauten ist eine bedeutende Hauptverkehrsstraße in den Berliner Stadtbezirken Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf, die in den 1970er Jahren erbaut wurde. Sie beginnt am Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge und führt in West-Ost-Richtung bis zur Raoul-Wallenberg-Straße. Die Allee wurde initiiert, um die urbanen Planungen der sozialistischen Ära widerzuspiegeln und spielt eine zentrale Rolle in der regionalen Infrastruktur. Die Straße trägt ihren Namen seit 1978 in Gedenken an den sowjetischen Kosmonauten Waleri Bykowski und den deutschen Forschungskosmonauten Sigmund Jähn, die zusammen zu einem Weltraumflug aufgebrochen waren. Die Allee ist ein Beispiel für repräsentative sozialistische Architektur und integriert Wohn- und Freizeitflächen. Entlang der Allee sind Gewerbegebiete und große Wohnanlagen im Plattenbau-Stil angesiedelt. Auch Kunstwerke und soziale Einrichtungen finden sich hier, darunter Schulen, ein Wohn- und Pflegezentrum sowie das International Gospel Center. Insgesamt ist die Allee der Kosmonauten nicht nur eine wichtige Verkehrsader, sondern auch ein Symbol für den Einfluss der Raumfahrt auf Kultur und Architektur in der DDR.
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