AVUS
Foto: Georg Pahl
(CC BY-SA 3.0 de)
Die AVUS, oder Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße, im Südwesten Berlins wurde 1921 eröffnet und gilt als die erste ausschließliche Autostraße der Welt. Sie ist ein nördlicher Teil der Bundesautobahn 115 und erstreckt sich über eine Länge von fast 19 Kilometern. Ursprünglich diente die AVUS nicht nur als Verkehrsstraße, sondern auch als Rennstrecke und wurde von der Automobilindustrie als Teststrecke genutzt.
Der Bau der AVUS wurde durch die Gründung der Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße GmbH im Jahr 1909 initiiert, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilindustrie zu stärken. 1921 konnte die Strecke nach privater Finanzierung durch Hugo Stinnes eröffnet werden. Sie verband die Nordkurve in Westend mit der Südkurve in Nikolassee. Der erste große Preis von Deutschland fand 1926 auf der AVUS statt, doch die Strecke erlebte auch tragische Unfälle, die sie als gefährlichen Ort im Rennsport prägten.
Die AVUS spiegelt nicht nur die fortschreitende Motorisierung des 20. Jahrhunderts wider, sondern zeigt auch architektonische Merkmale, die die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur vor dem Hintergrund des Automobilkults der damaligen Zeit dokumentieren. Nach dem Ende des Rennbetriebs im Jahr 1998 bleibt die AVUS ein markanter Teil der Berliner Verkehrsgeschichte.
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