Baumschulenstraße (Berlin-Baumschulenweg)

Baumschulenstraße (Berlin-Baumschulenweg)
Foto: Assenmacher (CC BY-SA 3.0)
Die Baumschulenstraße befindet sich im Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin, überwiegend im Ortsteil Baumschulenweg. Sie ist nach der im 19. Jahrhundert gegründeten Späth’schen Baumschule benannt, die von Franz Späth ins Leben gerufen wurde. Historisch war das Gebiet von Mischwald und weniger gut ausgebauten Wegen geprägt. Die Straße beginnt im Südwesten als Verlängerung der Späthstraße und verläuft geradlinig bis zum Ufer der Spree. Unterwegs quert sie den Britzer Zweigkanal und verbindet verschiedene Ortsteile. Der erste schriftliche Nachweis über die Straße stammt aus dem Jahr 1842, wobei sie ursprünglich als Forstweg genutzt wurde, um die Hinterheide mit der Südküste der Spree zu verbinden. In den Jahren folgten zahlreiche Bauprojekte, darunter das Mosisch-Haus von 1869, welches als das älteste Gebäude der Baumschulenstraße gilt. Zwischen 1910 und 1912 wurde die Kirche Zum Vaterhaus errichtet, und mehrere Wohnkomplexe sind heute geschützt. Die Baumschulenstraße ist somit nicht nur ein Verkehrsweg, sondern ein bedeutendes Beispiel für die städtische Entwicklung Berlins und die Transformation von ländlichen Flächen zu urbanem Raum.
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