Ceciliengärten
Foto: Emmridet
(CC BY-SA 3.0)
Die Ceciliengärten sind eine historische Wohnsiedlung im Berliner Ortsteil Schöneberg, die zwischen 1922 und 1927 erbaut wurde. Sie liegt auf einer Fläche von 42.200 m² und wurde 1995 als Denkmal in die Berliner Denkmalliste aufgenommen. Die Anlage ist besonders für ihre nachhaltige Gartenarchitektur bekannt, die im Rahmen einer „Gartenstadt im englischen Stil“ konzipiert wurde.
Architektonisch unterscheidet sich die Siedlung durch eine expressionistische Gestaltung, die von Ornamenten und Staffelungen geprägt ist. Dies steht im Kontrast zu zeitgleich entstandenen Siedlungen, die dem Neuen Bauen folgten. Die Ceciliengärten umfassen 621 Wohnungen, die mehr als 1500 Menschen Platz boten, und sind ein bedeutendes Beispiel für den Wohnungsbau der Zwischenkriegszeit in Deutschland.
Besondere Merkmale der Ceciliengärten sind der Atelierturm und die lebensgroßen Skulpturen „Der Morgen“ und „Der Abend“ des Bildhauers Georg Kolbe, die der zentralen Grünanlage ihren Charakter verleihen. Die sorgfältig angelegten Innenhöfe und die Integration von Grünflächen tragen zur hohen Wohnqualität des Areals bei.
In der heutigen Zeit stellt die Siedlung nicht nur einen wichtigen Teil des kulturellen Erbes Berlins dar, sondern bleibt auch ein lebendiges Beispiel städtischer Architektur und Gartenkunst. Die Ceciliengärten belegen die städtebauliche Entwicklung Berlins im frühen 20. Jahrhundert.
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