Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, häufig als Holocaust-Mahnmal bezeichnet, befindet sich in der historischen Mitte Berlins und gedenkt der circa sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocausts unter der nationalsozialistischen Herrschaft. Eröffnet wurde das Mahnmal am 10. Mai 2005 und besteht aus 2.711 quaderförmigen Betonstelen, die in unterschiedlichen Höhen angeordnet sind. Dieses Design soll ein Gefühl von Verlust und Orientierungslosigkeit vermitteln.
Das Denkmal erstreckt sich über eine Fläche von etwa 19.000 Quadratmetern, südlich des Brandenburger Tors. Die Stelen sind sorgsam angeordnet, um den Besuchern einen contemplativen Raum zu bieten, während ein unterirdischer Informationsort zusätzliche Einblicke in die Geschichte des Holocausts gewährt. Hier sind auch die Namen von rund vier Millionen jüdischen Opfern einsehbar.
Die Bedeutung des Denkmals erstreckt sich über reine Erinnerung hinaus; es fordert die Gesellschaft dazu auf, sich aktiv mit der eigenen Geschichte und der Gefahr von Antisemitismus auseinanderzusetzen. Über die Jahre hat sich das Mahnmal zu einem zentralen Bestandteil der Berliner Erinnerungskultur entwickelt. Die Stiftung, die das Denkmal verwaltet, fördert den Dialog über die Vergangenheit und die Bedeutung von Menschenrechten.
Insgesamt symbolisiert das Mahnmal sowohl die Trauer um die verlorenen Leben als auch den unermüdlichen Einsatz gegen Diskriminierung und Intoleranz in der heutigen Gesellschaft.
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