General-Pape-Straße
Foto: Assenmacher
(CC BY-SA 3.0)
Die General-Pape-Straße, oft als Papestraße bezeichnet, ist ein circa 1,2 Kilometer langer Verkehrsweg im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg, der die Grenze zwischen den Ortsteilen Tempelhof und Schöneberg bildet. Die Straße erhielt am 2. Februar 1897 ihren Namen nach dem preußischen General Alexander von Pape. Sie verläuft in Nord-Süd-Richtung und verbindet das Tempelhofer Feld mit dem Hauptverkehrsweg Loewenhardtdamm im Norden und dem Ballonfahrerweg im Süden.
Die Entstehung der Straße steht in direktem Zusammenhang mit dem Ausbau Berlins im späten 19. Jahrhundert und der Errichtung militärischer Anlagen, darunter Kasernen für Eisenbahnregimenter. Diese Kasernen blieben bis zur Nachkriegszeit als militärische Liegenschaften erhalten. Während der NS-Zeit dienten einige der historischen Gebäude als Gefängnisse. Heute sind zahlreiche der ehemals militärischen Bauten renoviert und unter Denkmalschutz, wobei sie als Gedenkort für die Geschehnisse während der Diktatur genutzt werden.
Ein hervorstechendes Bauwerk ist der unter Denkmalschutz stehende Schwerbelastungskörper, der als Versuchskörper für einen nie realisierten Triumphbogen der „Welthauptstadt Germania“ errichtet wurde. Die General-Pape-Straße ist somit nicht nur ein Verkehrsweg, sondern auch ein historisch und kulturell bedeutsamer Ort in Berlin.
historisch
kriegsgeschichte
gedenkort
denkmal
stadtgeschichte