Gerichtstraße (Berlin)
Foto: Fridolin freudenfett (Peter Kuley)
(CC BY-SA 3.0)
Die Gerichtstraße ist eine untergeordnete Straße in den Berliner Stadtteilen Wedding und Gesundbrunnen. Sie wurde 1827 im Zuge der Parzellierung der Wedding-Ländereien angelegt und erhielt ihren Namen nach dem Hochgericht, das früher in der Nähe ansässig war.
Die Straße erstreckt sich von der Müllerstraße bis zum Nettelbeckplatz und kreuzt dabei bedeutende Verkehrsachsen wie die Trasse der Ringbahn sowie die Panke. Im Verlauf der Gerichtstraße befinden sich einige denkmalgeschützte Gebäude. Dazu gehört das 1910–1912 errichtete Fabrikgebäude der Berliner Wäschefabrik und das 1926–1928 erbaute Postamt N 65. Auch der erste Weddinger Friedhof und das erste Berliner Krematorium sind dort zu finden.
Die Gerichtstraße verweist auf die geschichtliche Entwicklung des Stadtteils und bietet relevante Anbindungen im ÖPNV. Ihre Entstehung und die vorhandenen Gebäude spiegeln die städtebauliche Entwicklung Berlins im 19. Jahrhundert wider. Somit ist die Gerichtstraße nicht nur eine wichtige Verbindung innerhalb des Stadtteils, sondern auch ein bedeutendes historisches Zeugnis.
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