Gertraudenstraße

Gertraudenstraße
Die Gertraudenstraße ist eine bedeutende Verkehrsstraße im Berliner Ortsteil Mitte, die den Spittelmarkt mit der Spreeinsel über die Neue Gertraudenbrücke verbindet. Außerdem führt sie am Köllnischen Fischmarkt vorbei und endet am Mühlendamm, der über die Spree führt. Als Teil der Bundesstraße 1 ist sie eine zentrale Verkehrsachse in der historischen Mitte Berlins. Die Geschichte der Gertraudenstraße reicht bis ins frühe 13. Jahrhundert zurück. Sie war ein wichtiges Element des alten Cölln, der Nachbarstadt Berlins. An der Straße befand sich das alte Rathaus Cölln sowie die Petrikirche, von der nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch Ruinen blieben. Die ursprüngliche Brücke über den Spreearm wurde 1737 erbaut und diente zunächst Fußgängern. Die heutige Brücke wird kaum noch als Autobrücke genutzt und beherbergt ein Denkmal zur Erinnerung an das 1871 aufgegebene Gertraudenhospital. Im Laufe der Zeit erlebte die Gertraudenstraße bedeutende Veränderungen, besonders im 19. Jahrhundert mit der Etablierung von Geschäften und der Einführung elektrischer Straßenbahnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte ein Wiederaufbau und eine Neugestaltung. Die Gertraudenstraße bleibt ein wichtiger Knotenpunkt und Teil des urbanen Erbes Berlins, dessen historische und architektonische Relevanz unbestritten ist. Die Stadt plant eine Rückführung zu den ursprünglichen Dimensionen der Straße, um ihre historische Bedeutung neu zu beleben.
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