Giesebrechtstraße

Giesebrechtstraße
Foto: Fridolin freudenfett (Peter Kuley) (CC BY-SA 3.0)
Die Giesebrechtstraße ist eine Wohnstraße im Berliner Stadtteil Charlottenburg, die zwischen der Wilmersdorfer Straße und dem Kurfürstendamm verläuft. Sie entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Bebauung des Kurfürstendamms und wurde nach dem Hufeisenprinzip nummeriert. Die Straße entwickelte sich rasch zu einem angesehenen Wohnort für das gehobene Bürgertum, darunter viele jüdische Bewohner, und spiegelte architektonisch den Stil der damaligen Zeit wider. In der Giesebrechtstraße befinden sich mehrere denkmalgeschützte Bauensembles, und bedeutende historische Stätten sind hier angesiedelt. Ein bekanntes Gebäude war das Traditionskino „die Kurbel“, das 1935 eröffnet wurde und eines der ersten Tonkinos Berlins war. Zudem erinnert die Giesebrechtstraße heute an ihre jüdischen Bewohner, die während des Nationalsozialismus verfolgt wurden. Hier wurden Stolpersteine verlegt, um an deren Schicksale zu gedenken. Die Giesebrechtstraße bleibt ein bedeutender Teil des historischen und kulturellen Erbes Berlins und zeigt die städtebauliche Entwicklung und soziale Struktur der Stadt im frühen 20. Jahrhundert.
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