Glinkastraße
Foto: Jörg Zägel
(CC BY-SA 3.0)
Die Glinkastraße ist eine bedeutende Straße im Berliner Ortsteil Mitte, die seit dem 31. Mai 1951 nach dem russischen Komponisten Michail Glinka benannt ist. Zuvor wurde sie seit dem 18. Jahrhundert als Kanonierstraße bezeichnet.
Der Verlauf der Glinkastraße erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung parallel zur Friedrichstraße, beginnend am Boulevard Unter den Linden bis zur Kronenstraße, wo sie in die Mauerstraße übergeht. Die Straße wurde um 1700 als Kanonierstraße angelegt, was auf ein Wachhaus mit Kanone am südlichen Ende zurückzuführen ist. Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Straße im Geist des Antimilitarismus umbenannt und bis zur Straße Unter den Linden verlängert.
An der Glinkastraße befinden sich mehrere bedeutende Gebäude, wie der Amtssitz des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Hauptsitz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Auch die Nordkoreanische Botschaft hat dort ihren Sitz.
Die Glinkastraße ist nicht nur ein Beispiel für die Verbindung von Kunst und Stadtgeschichte, sondern spiegelt auch die kulturelle Wertschätzung für den Komponisten Michail Glinka wider. Sie bleibt ein wichtiges Element der urbanen Struktur Berlins und trägt zur kulturellen Identität der Stadt bei.
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