Gneiststraße

Gneiststraße
Foto: Tino Kotte @ Schönhauser Höfe (CC BY-SA 3.0)
Die Gneiststraße befindet sich im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg, im Bezirk Pankow, und ist nach dem Juristen und Politiker Rudolf von Gneist benannt, der von 1816 bis 1895 lebte. Diese Straße wurde im Rahmen des Hobrecht-Plans in den 1860er Jahren projektiert und erhielt ihre aktuelle Namensgebung am 15. Juli 1896. Die ersten Bebauungspläne sahen einfache und preisgünstige Wohnanlagen vor, die durch die Berliner Gemeinnützige Baugesellschaft entwickelt werden sollten. Während die ursprünglichen Bauprojekte 1856 aufgrund der Insolvenz der Gesellschaft gestoppt wurden, wurde die Gneiststraße zwischen 1870 und 1913 mit fünfgeschossigen Wohngebäuden bebaut. Diese sind charakteristisch für die Architektur des späten 19. Jahrhunderts und gut erhalten. Die Gneiststraße ist für ihre Altbausubstanz bekannt und wird oft als Kulisse für Filmproduktionen genutzt. Die Straße verläuft zwischen der Schönhauser Allee und der Pappelallee und ist von Apfeldorn-Bäumen und Vogel-Kirschen gesäumt, die im Frühling blühen. Insgesamt spiegelt die Gneiststraße das kulturelle Erbe Prenzlauer Bergs wider und trägt zur historischen und architektonischen Vielfalt des Viertels bei.
historisch stadtgeschichte kulturzentrum wiederaufbau klassizismus