Graefestraße
Foto: A.Savin
(CC BY-SA 3.0)
Die Graefestraße befindet sich im Berliner Ortsteil Kreuzberg und verläuft vom Landwehrkanal bis zur Hasenheide. Sie wurde am 1. Dezember 1875 nach dem Augenarzt Albrecht von Graefe benannt und ist Bestandteil des Hobrechtschen Bebauungsplans. Das umliegende Viertel, bekannt als Graefekiez, hat etwa 20.000 Bewohner.
Die Entwicklung der Graefestraße begann in den 1860er Jahren unter Planung von Peter Joseph Lenné, mit einer intensiven Bebauung zwischen 1890 und 1900. Der nördliche Teil zeichnet sich durch zahlreiche sanierte Altbauten aus, während der südliche Bereich durch sozialen Wohnungsbau geprägt ist. Diese Unterschiede spiegeln die sozialen Strukturen in der Gegend wider und sind ein Indiz für die Veränderungen durch Gentrifizierung, die seit den 2000er Jahren zu beobachten sind.
In der heutigen Zeit hat sich die Graefestraße zu einer lebhaften Ausgehmeile entwickelt, die Gastronomie und ein vielfältiges kulturelles Angebot bietet. Ein aktuelles verkehrsberuhigendes Projekt strebt eine Einschränkung des motorisierten Verkehrs im nördlichen Teil an, was von den meisten Anwohnern unterstützt wird.
Zusammenfassend ist die Graefestraße ein bedeutendes Beispiel für die städtische Entwicklung und die soziale Diversität in Berlin-Kreuzberg, und sie spiegelt die Geschichte der Architektur und des Wohnens in diesem dynamischen Stadtteil wider.
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