Grazer Damm

Grazer Damm
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Der Grazer Damm ist eine bedeutende Straße im südlichen Teil des Berliner Ortsteils Schöneberg. Diese sechsspurige Durchgangsstraße erstreckt sich über 1,3 Kilometer in Nord-Süd-Richtung und verbindet das Autobahnkreuz Schöneberg mit dem Insulaner, an der Grenze zum Ortsteil Steglitz. Der Grazer Damm wurde Ende der 1930er Jahre im Kontext des Baus der denkmalgeschützten Siedlung am Grazer Damm angelegt, die zwischen 1938 und 1940 entstand. Die Siedlung am Grazer Damm, die aus sechs Häuserblöcken besteht, ist ein Beispiel für die Wohnungsbauarchitektur der nationalsozialistischen Ära. Mit etwa 2000 Wohnungen ist sie die größte vollendete Siedlung dieser Zeit in Berlin. Ursprünglich als „Volkswohnungen“ für Arbeiter konzipiert, verfügten die Wohnungen über einen niedrigeren Baustandard als in der Weimarer Republik. Der Baustil zeigt Merkmale wie einen begrünten Mittelstreifen und eine Blockrandbebauung. Der Grazer Damm stellt nicht nur einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt dar, sondern reflektiert auch die städtebaulichen Veränderungen Berlins in den 1930er Jahren. Die Siedlung und die Straße sind mittlerweile unter Denkmalschutz gestellt, was ihre historische Bedeutung unterstreicht.
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