Große Hamburger Straße

Große Hamburger Straße
Foto: Jörg Zägel (CC BY-SA 3.0)
Die Große Hamburger Straße ist eine 400 Meter lange Straße im Berliner Ortsteil Mitte, die zwischen der August- und der Oranienburger Straße verläuft. Sie ist historisch von Bedeutung und spiegelt die Entwicklung Berlins wider. Die Straße entstand um 1700 mit der Spandauer Vorstadt und wurde im Jahr 1737 in Große Hamburger Straße und Kleine Hamburger Straße aufgeteilt. Architektonisch zeichnet sich die Große Hamburger Straße durch eine Vielzahl von Gebäuden aus verschiedenen Epochen aus. Zu den bekanntesten zählt das 1846 gegründete St. Hedwig-Krankenhaus, das nach der Charité das älteste Großkrankenhaus Berlins ist. An der Straße stehen auch Denkmäler, die an die jüdische Geschichte erinnern, wie das ehemalige Altersheim der jüdischen Gemeinde, das während des Nationalsozialismus als Sammellager diente. Die Straße hat zahlreiche religiöse Bauträger vereint, was ihr den Beinamen „Toleranzgasse“ einbrachte. Sie ist ein eindrucksvolles Beispiel städtischer Transformation, in der kulturelle und soziale Entwicklungen sichtbar werden. Aufgrund ihrer geschichtlichen und kulturellen Bedeutung wird die Große Hamburger Straße heute als bedeutendes Kulturerbe betrachtet und zieht Besucher an, die mehr über die vielschichtige Geschichte Berlins erfahren möchten.
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