Grunerstraße (Berlin)
Foto: Angela M. Arnold (=44penguins)
(CC BY-SA 3.0)
Die Grunerstraße befindet sich im Berliner Ortsteil Mitte und ist mit einer Länge von etwa 760 Metern eine bedeutende innerstädtische Verbindung und Teil der Bundesstraße 1. Sie wurde 1890 als Verbindung zwischen dem Alexanderplatz und der damaligen Neuer Friedrichstraße angelegt und trägt den Namen des preußischen Politikers Justus von Gruner, der auch Polizeipräsident von Berlin war.
Im Laufe der Geschichte erfuhr die Grunerstraße mehrere Umbauten. Ein wesentlicher Ausbau fand in den späten 1920er Jahren statt, was zur Entlastung des Verkehrs beitrug. In den Jahren 1967 bis 1969 wurde die Straße erheblich verbreitert und verlängert. Ein wichtiger Bestandteil dieser Maßnahmen war die Errichtung des Grunerstraßentunnels, der 1969 eröffnet wurde und eine wichtige Unterführung für den Verkehr darstellt.
Aktuelle Pläne zur Reurbanisierung sehen eine Verlegung der Straße vor, um den Durchgangsverkehr in der Innenstadt zu reduzieren und die urbanen Strukturen zu verbessern. Am 16. Januar 2023 wurde eine neue Streckenführung eröffnet, die den Westabschnitt der Grunerstraße umfasst.
Die Grunerstraße stellt nicht nur eine verkehrstechnische Hauptschlagader dar, sondern spielt auch eine wesentliche Rolle in der gesellschaftlichen und politischen Geschichte Berlins.
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