Kapelle-Ufer
Foto: Beek100
(CC BY-SA 4.0)
Das Kapelle-Ufer ist eine Straße am nördlichen Spree-Ufer im Berliner Ortsteil Mitte. Ursprünglich bis 1951 als Friedrich-Karl-Ufer bekannt, trägt die Straße heute den Namen des kommunistischen Widerstandskämpfers Heinz Kapelle, der 1941 hingerichtet wurde. Diese Umbenennung fand im Kontext einer umfassenden Umbenennungsaktion nach dem Zweiten Weltkrieg statt.
Die Straße hat eine bedeutende historische Dimension, da sie während des Kalten Krieges direkt an der Grenze zwischen dem sowjetischen und dem britischen Sektor lag. Tragische Ereignisse wie die Erschießung des Ehepaars Weckeiser bei einem Fluchtversuch im Jahr 1968 verdeutlichen die Gefahren und Spannungen dieser Zeit.
Heute ist das Kapelle-Ufer Teil des Regierungs- und Parlamentsviertels Berlins. Die Promenade wurde 2006 umgestaltet und bietet an mehreren Punkten Ausblicke auf das Kanzleramt, die Moltkebrücke und den Berliner Hauptbahnhof. Die Straße ist somit nicht nur ein historischer Ort, sondern auch ein symbolisches Zeichen für die Teilung und die wechselseitige Geschichte Berlins.
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