Koloniestraße (Berlin)
Foto: Sargoth
(CC BY-SA 3.0)
Die Koloniestraße ist eine historische Straße im Berliner Ortsteil Gesundbrunnen, die überwiegend vor dem Ersten Weltkrieg bebaut wurde. Diese Straße verläuft von der Kreuzung Bad-, Exerzier- und Schwedenstraße im Süden bis zur Kühnemannstraße im Norden, welche die Grenze zwischen den Bezirken Mitte und Reinickendorf markiert.
Der Name Koloniestraße verweist auf die koloniale Entwicklung der Umgebung, die im 18. Jahrhundert begann. Ab 1752 entstanden Siedlungen am Rande von Berlin, unter anderem die Kolonie Neues Voigtland. 1861 wurde das Gebiet nach Berlin eingemeindet und entwickelte sich bis zur Bildung von Groß-Berlin 1920 zum nördlichsten Stadtviertel der Hauptstadt.
Die Koloniestraße ist reich an denkmalgeschützten Gebäuden, die architektonische Stile des frühen 20. Jahrhunderts repräsentieren. Beispiele sind das älteste erhaltene Gebäude, ein Kolonistenwohnhaus aus dem Jahr 1782, sowie das Wohnhaus aus 1873 mit einer klassizistischen Fassade. Auch die Hacı-Bayram-Moschee und die Imam-Sadık-Moschee tragen zur kulturellen Vielfalt der Straße bei.
In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Umgebung ein sozialer Brennpunkt. Aktuell engagieren sich Anwohner und Naturschützer für den Erhalt der kulturellen und architektonischen Identität der Koloniestraße, die als Teil des historischen Erbes Berlins gilt.
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