Kottbusser Tor

Kottbusser Tor
Foto: Wikimedia-User Jivee Blau (CC BY-SA 3.0)
Kottbusser Tor ist eine bedeutende Straßenkreuzung und U-Bahnstation im Berliner Ortsteil Kreuzberg. Der Platz, oft einfach „Kotti“ genannt, bildet das Zentrum der nordöstlichen Hälfte Kreuzbergs, der historischen Ortslage SO 36. Das Kottbusser Tor ist nach einem ehemaligen Stadttor der Berliner Akzisemauer benannt, das im 18. und 19. Jahrhundert hier stand und in Richtung Cottbus führte. Die erste Erwähnung des Cottbusser Tors geht auf ein Adressbuch von 1799 zurück. Die umliegende Bebauung entstand hauptsächlich zwischen 1850 und 1900 und wurde nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg weitgehend zwischen 1950 und 1970 neu gestaltet. Besonders auffällig ist das Neue Kreuzberger Zentrum, das von 1969 bis 1974 errichtet wurde. Der U-Bahnhof Kottbusser Tor, eröffnet im Jahr 1926, ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt in Kreuzberg. Hier verkehren die U-Bahn-Linien U1, U3 und U8 und verbinden den Platz mit anderen Stadtteilen. Das Gebiet um das Kottbusser Tor hat sich über die Jahre hinweg als sozialer Brennpunkt entwickelt, bekannt für seine multikulturelle Atmosphäre sowie für Herausforderungen im Zusammenhang mit Kriminalität und Drogenhandel. Der Berliner Senat hat seit den 2010er Jahren verschiedene Entwicklungsmaßnahmen eingeleitet. Insgesamt spiegelt Kottbusser Tor die urbanen Veränderungen Berlins wider und hat sowohl historische als auch kulturelle Bedeutung für den Stadtteil Kreuzberg.
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