Kurt-Schumacher-Platz
Foto: Th.Voekler
(CC BY-SA 3.0)
Der Kurt-Schumacher-Platz, auch Kutschi genannt, ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt im Berliner Bezirk Reinickendorf. Benannt wurde er am 4. August 1955 nach dem Sozialdemokraten Kurt Schumacher. Der Platz ist von Bedeutung für den öffentlichen Nahverkehr der Region und spiegelt die politischen Entwicklungen Deutschlands im Nachkriegskontext wider.
Am Kurt-Schumacher-Platz kreuzen sich mehrere Hauptverkehrsstraßen, darunter die Scharnweberstraße und der Kurt-Schumacher-Damm, der zur Autobahn A 111 führt. Der Platz war vor dem Zweiten Weltkrieg unbedeutend und erhielt erst in den 1950er Jahren mit der Gebiets- und Stadtentwicklung während des Wirtschaftswunders größere Gebäudekomplexe.
Eine markante Einrichtung ist der gleichnamige U-Bahnhof, der 1956 eröffnet wurde. Zudem ist das angrenzende Einkaufszentrum Clou ein Ort für regelmäßige Ausstellungen und Veranstaltungen. Am Platz befinden sich vier Brunnenplastiken und ein Denkmal für Kurt Schumacher, das von Joseph Henry Lonas geschaffen wurde.
Insgesamt ist der Kurt-Schumacher-Platz ein Beispiel für die städtebauliche Planung der 1950er Jahre in Berlin und von historischer sowie kultureller Relevanz in der Stadtgeschichte.
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