Neuer Markt (Berlin)

Neuer Markt (Berlin)
Der Neue Markt ist ein historischer Marktplatz im Ortsteil Mitte von Berlin und stellt nach dem Molkenmarkt den zweitältesten innerstädtischen Marktplatz dar. Er befindet sich im früher dicht besiedelten Marienviertel von Alt-Berlin. Der Platz wurde erstmals um das Jahr 1292 urkundlich erwähnt, als die Marienkirche als „Kirche am Neuen Markt“ benannt wurde. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der Neue Markt zu einem zentralen Handelsplatz. Zu seinen erschütternden Erlebnissen gehören öffentliche Hinrichtungen im Spätmittelalter, darunter die von religiösen Abweichlern. 1886 wandte sich der Platz von einem geschäftigen Marktplatz zu einem repräsentativen Schmuckplatz, als die Zentralmarkthalle am Alexanderplatz eröffnet wurde. Diese Umgestaltung beinhaltete das Abriss der nördlichen Häuserreihe, die der Marienkirche den Blick versperrte. In den 1960er Jahren erfuhr der Neue Markt eine weitreichende Neugestaltung und wurde als begrünte Freifläche in die Stadtlandschaft integriert. Die heutige Form des Platzes spiegelt eine jahrhundertealte Entwicklung wider und dokumentiert die urbane Veränderung Berlins. Eine geplante Umgestaltung bis 2017 zielt darauf ab, das Lutherdenkmal an seinen ursprünglichen Standort zurückzuführen und das historische Erbe des Neuen Marktes zu würdigen.
historisch stadtgeschichte wiederaufbau marktplatz mittelalter