Nikolsburger Platz

Nikolsburger Platz
Foto: Marek Śliwecki (CC BY-SA 4.0)
Der Nikolsburger Platz befindet sich im Berliner Ortsteil Wilmersdorf und wurde 1870 von Johann Anton Wilhelm von Carstenn entworfen. Er dient als südwestlicher Repräsentations- und Schmuckplatz in der von Carstenn konzipierten „Carstenn-Figur“, einem städtebaulichen Ensemble, zu dem auch der Fasanen-, Nürnberger und Prager Platz gehören. Der Platz wird von der Landhaus- und Nikolsburger Straße sowie der Trautenaustraße umgeben. 1888 erhielt er seinen heutigen Namen, der an den Vorfrieden von Nikolsburg im Jahr 1866 erinnert, welcher den Deutschen Krieg zwischen Preußen und Österreich beendete. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Platz mit einer Grünanlage und einem Bronzebrunnen, gestaltet von Cuno von Uechtritz-Steinkirch, geschmückt. Diese Darstellung einer Gänseliesel wurde jedoch 1940 von den Nationalsozialisten eingeschmolzen. In den 1920er Jahren lebten viele Künstler und Intellektuelle in der Umgebung, darunter der Schriftsteller Erich Kästner, der den Platz in seinem Kinderbuch „Emil und die Detektive“ verewigte. Der Nikolsburger Platz ist ein bedeutendes Beispiel für die städtebauliche Gestaltung des 19. Jahrhunderts in Berlin und bietet einen Einblick in die historische Stadtentwicklung der Hauptstadt.
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