Pappelplatz

Pappelplatz
Foto: Marek Śliwecki (CC BY-SA 4.0)
Der Pappelplatz ist ein dreieckiger Platz im Berliner Ortsteil Mitte, der 1833 entstanden ist. Er befindet sich nördlich der Invalidenstraße zwischen Ackerstraße und Elisabethkirchstraße und ist nach den dort wachsenden Pappeln benannt. Ursprünglich diente der Platz den Bewohnern der neu entstandenen Wohnanlage als Marktplatz. Im Jahr 1907 initiierte die Bildhauervereinigung des Vereins Berliner Künstler einen Wettbewerb zur Verschönerung des Pappelplatzes. Unter zahlreichen Entwürfen wurde der von Ernst Wenck favorisierte Vorschlag, ein Brunnen mit der Skulptur "Der Geldzähler", umgesetzt und 1912 eingeweiht. Diese monumentale Figur erinnert an die früheren Markttage. Der Pappelplatz weist auch eine einfache, aber ansprechende Gestaltung auf. Mit Rosenbeeten ergänzt, wurde er nach der Wende historisch neu gestaltet, wobei fehlende Bäume nachgepflanzt und der Brunnen restauriert wurden. Eine Skateranlage wurde hinzugefügt, und seit 2006 ist der Platz ein Ort der Erholung in einem geschichtlich gewachsenen Stadtviertel. Dank seiner Gestaltung und Geschichte ist der Pappelplatz ein Beispiel für die urbanistische Entwicklung Berlins im 19. Jahrhundert und spielt eine bedeutende Rolle in der Stadtplanung dieser Zeit.
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