Rudi-Dutschke-Straße
Foto: Paul David Doherty (User:PDD)
(CC BY-SA 2.5)
Die Rudi-Dutschke-Straße ist eine bedeutende Straße im Berliner Ortsteil Kreuzberg. Sie erstreckt sich von der Lindenstraße über die Axel-Springer-Straße bis zur Friedrichstraße, wo sie in die Kochstraße übergeht. Die Umbenennung der Straße erfolgte am 30. April 2008, um an den deutschen Studentenführer Rudi Dutschke zu erinnern, eine Schlüsselfigur der Studentenbewegung der 1960er Jahre, die entscheidende politische Veränderungen in Deutschland förderte.
Die Umbenennung war das Ergebnis jahrelanger politischer und rechtlicher Auseinandersetzungen, die durch eine Initiative der Tageszeitung taz angestoßen wurden. Zunächst beschlossen die Bezirksverordneten von Friedrichshain-Kreuzberg die Umbenennung, doch Anwohner und Unternehmen wie die Axel Springer AG klagten dagegen. Letztlich stellte das Berliner Verwaltungsgericht fest, dass die Umbenennung rechtens und ein Ausdruck der Meinungsfreiheit sei.
Entlang der Rudi-Dutschke-Straße befinden sich mehrere kulturell und historisch relevante Orte, darunter das Haus am Checkpoint Charlie und das ehemalige Redaktionsgebäude der taz mit einem markanten Kunstwerk. Auch die Axel-Springer-Passage und Denkmäler für bedeutende politische Persönlichkeiten aus der Geschichte sind dort zu finden.
Insgesamt symbolisiert die Rudi-Dutschke-Straße den Einfluss der 68er-Bewegung und dient als wichtiger Erinnerungsort für den Kampf um politische Reformen in Deutschland.
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