Samariterplatz

Samariterplatz
Foto: OTFW, Berlin (CC BY-SA 3.0)
Der Samariterplatz befindet sich im Berliner Stadtteil Friedrichshain und wurde nach der dort errichteten Samariterkirche benannt. Diese Kirche, ein bedeutendes Beispiel neugotischer Architektur, wurde zwischen 1892 und 1894 erbaut und spiegelt die biblische Erzählung vom barmherzigen Samariter wider. Der Platz erhielt am 4. April 1895 seinen offiziellen Namen, was zugleich ein Hinweis auf die städtebauliche Entwicklung im späten 19. Jahrhundert ist. Während des Zweiten Weltkriegs wurde auf dem Platz ein Notfriedhof mit 289 Gräbern für gefallene Zivilisten und Soldaten angelegt, der jedoch 1983 geschlossen und eingeebnet wurde. Heute finden sich dort eine Grünfläche und ein Kinderspielplatz. Der Samariterplatz ist nicht nur ein wichtiger historischer Ort, sondern auch ein kulturelles Zentrum im Stadtteil Friedrichshain. Zudem erinnert eine Gedenktafel an die Friedliche Revolution und an den Pfarrer Wilhelm Harnisch. Der Platz ist somit ein bedeutender Zeuge der Berliner Stadtgeschichte und die Architektur sowie die Gestaltung des Platzes tragen zur Identität des Viertels bei.
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