Scheidemannstraße

Scheidemannstraße
Die Scheidemannstraße ist eine wichtige Straße im Ortsteil Tiergarten des Bezirks Mitte in Berlin. Sie wurde nach dem sozialdemokratischen Politiker Philipp Scheidemann benannt, der am 9. November 1918 die erste deutsche Republik ausrief. Dieser historische Moment fand direkt in der Nähe der Straße am Fenster des Reichstagsgebäudes statt. Die Scheidemannstraße verlauft in Ost-West-Richtung. An ihrem östlichen Ende befindet sich der Friedrich-Ebert-Platz, während sie im Westen in die John-Foster-Dulles-Allee übergeht. Auf der nördlichen Seite der Straße liegt das Reichstagsgebäude, und auf der gegenüberliegenden Seite erstreckt sich der Große Tiergarten, in dem ein Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas zu finden ist. Die Benennung der Straßevon 1965 würdigt nicht nur Scheidemanns Beitrag zur deutschen Geschichte, sondern erinnert auch an die politischen Umwälzungen, die die Weimarer Republik und die Entwicklung der Demokratie in Deutschland prägten. Die Scheidemannstraße bleibt somit ein bedeutender Ort, der eng mit der politischen Geschichte Deutschlands verknüpft ist.
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