Schillerpromenade

Schillerpromenade
Foto: Gudrun Kemper (CC BY-SA 3.0)
Die Schillerpromenade ist die zentrale Straße des Schillerkiezes im Berliner Ortsteil Neukölln, der früher als Rixdorf bekannt war. Angelegt um 1900, bietet die Promenade prächtige Fassaden im Gründerzeitstil sowie eine breite Mittelpromenade, die das urbane Bild geprägt hat. Ursprünglich als Wohnviertel für das wohlhabende Bürgertum konzipiert, spiegelt die Schillerpromenade die architektonischen und sozialen Veränderungen in Berlin wider. Der Schillerkiez, der heute in einem Gentrifizierungsprozess steht, umfasst circa 94 Hektar und hat mehr als 20.000 Einwohner. Historisch war die Promenade Teil eines städtebaulichen Plans, der eine Mischung aus Wohnraum und öffentlichen Einrichtungen forderte. Nach dem Zweiten Weltkrieg und den Veränderungen durch den benachbarten Flughafen Tempelhof kam es zu einem Wandel in der Bewohnerstruktur. Die Schillerpromenade bleibt ein Beispiel für die Bedeutung von städtischen Vierteln in Berlin, sowohl in ihrer architektonischen Gestaltung als auch in ihren sozialen Dynamiken. Die Wiederbelebung von Traditionen, wie dem einmal wöchentlich stattfindenden Schillermarkt seit 2009, zeigt die kontinuierliche Entwicklung des Kiezes im Kontext moderner urbaner Herausforderungen.
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