Schloßfreiheit

Schloßfreiheit
Die Schloßfreiheit im Berliner Ortsteil Mitte war ein historischer Platz auf der Museumsinsel, der sich durch seine zentrale Lage zwischen mehreren bedeutenden Bauwerken auszeichnete. Dieser Platz war im Nordwesten durch den Lustgarten und im Nordosten durch das Berliner Schloss begrenzt, während im Südwesten das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal und der Spreekanal lagen. Die Geschichte der Schloßfreiheit beginnt im Jahr 1671, als Friedrich Wilhelm von Brandenburg den Bau von Häusern am Ufer des Spreekanals anordnete, um mehr Leben rund um das Schloss zu schaffen. Die erste Bebauung, eine Reihe von zehn Häusern, entstand 1672 unter besonderen Freiheiten wie der Gewerbefreiheit und der Befreiung von militärischen Einquartierungen. Diese Regelungen sollten Anreize für Hofleute und Adelige schaffen, sich hier niederzulassen. Im Laufe der Jahre entwickelten sich die Hauser zu einem Ort für Gewerbeansiedlungen, darunter Cafés und eine Tapetenfabrik, die von der Gewerbefreiheit profitierten. Kaiser Wilhelm II. entfernte jedoch die Bauwerke zwischen 1894 und 1895, um den Blick auf das Schloss zu verbessern und Platz für das Nationaldenkmal zu schaffen. Im Jahr 1951 wurde die Schloßfreiheit in den Marx-Engels-Platz eingegliedert, der 1994 wieder den Namen Schloßplatz erhielt. Geplant ist nun, dass der Platz mit dem Wiederaufbau des Schlosses als Humboldt Forum 2021 den ursprünglichen Namen Schloßfreiheit zurückerhält.
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