Sebastianstraße (Berlin)

Sebastianstraße (Berlin)
Foto: Assenmacher (CC BY-SA 3.0)
Die Sebastianstraße in Berlin verläuft durch die Stadtteile Mitte und Kreuzberg. Sie ist wichtig für die Stadtgeschichte, da sie nach der Sebastiankirche benannt ist, die bis 1965 bestand. Historisch gesehen wurde die Straße durch die Sektorengrenze ab 1961 geteilt, als die Berliner Mauer errichtet wurde. Dies machte sie zu einem symbolischen Ort der Berliner Teilung. Die Straße beginnt an der Alten Jakobstraße und verläuft in südöstlicher Richtung bis zur Dresdener Straße. Die Sebastiankirche, deren Grundstein 1694 gelegt wurde, war ursprünglich ein Zentrum für die Gemeinden in der Umgebung. Der Name der Straße änderte sich mehrere Male, bis sie 1839 die Bezeichnung Sebastianstraße erhielt. Die Teilung führte zu einem Fluchttunnel, der von einem der angrenzenden Häuser aus gegraben wurde. Dieser Tunnel wurde 1962 von Fluchthelfern angelegt, um Menschen nach West-Berlin zu bringen, was jedoch tragisch endete, als die Fluchtversuche entdeckt wurden. Heute spiegelt die Sebastianstraße die sozialen und kulturellen Entwicklungen Berlins wider und bleibt ein bedeutendes Relikt der Stadtgeschichte und ihrer urbanen Identität.
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