Warschauer Platz

Warschauer Platz
Foto: Assenmacher (CC BY-SA 3.0)
Der Warschauer Platz ist ein zentraler Platz im Berliner Ortsteil Friedrichshain, östlich des U-Bahnhofs Warschauer Straße. Im Bebauungsplan der Stadt ist er als Platz L der Abteilung XIV verzeichnet. Die Benennung nach der polnischen Hauptstadt Warschau erfolgte am 7. Juni 1896. Ursprünglich trug der Platz den Namen Am Warschauer Platz, bevor er 1946 umbenannt wurde. Der Platz wurde im Zuge des U-Bahn-Bahnbaues ab 1906 angelegt. Historisch spielte er eine bedeutende Rolle als Zugang zum damaligen Osthafen an der Spree und zu neu geschaffenen Wohnanlagen wie dem Rudolfkiez. Eine architektonisch interessante Verbindung zur Warschauer Straße besteht über die Max-Koch-Passage, die durch das Hochbahn-Viadukt führt. Zwei bedeutende denkmalgeschützte Gebäude am Warschauer Platz sind die Höhere Webeschule, erbaut zwischen 1909 und 1914 von Ludwig Hoffmann, sowie die Industrieanlage der Auergesellschaft, die später als Osram und Narva bekannt wurde. Insgesamt ist der Warschauer Platz ein lebendiger urbaner Raum, der zur kulturellen Vielfalt des Stadtteils beiträgt und als Knotenpunkt im öffentlichen Verkehrsnetz Berlins dient.
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